Wie die Hühner auf der Stange

Geschrieben von Natursportpark. Veröffentlicht in Waldhaus

Umweltfest im Natursportpark Blankenfelde lockte viele Familien an

BLANKENFELDE | Erstes Umweltfest auf dem Gelände des Natursportparks Blankenfelde: Sonne satt, Angebote zum aktiv werden, staunen und lernen, eine kleine Ausstellung, Kaffee und Waffeln, Kinder in Bewegung in der Natur und zufriedene Mitarbeiter und Helfer des Festes. „ich bin froh, dass viele Familien und Kinder heute den Weg zu uns gefunden haben. Wir haben so ein schönes Gelände hier, das muss einfach entdeckt und belebt werden“, meinte Sabine Zimmermann vom veranstaltenden Landschaftspflegeverein (LPV).

Weil in den kommenden Wochen das freiwillige ökologische Jahr der hier eingesetzten Anna Kern zu Ende geht, konnte die junge Frau noch einmal zeigen, was sie in ihrer Zeit in Blankenfelde geleistet hat. Unter dem Motto „Wir entdecken die Elemente“ hat Anna Ideen und Konzeptionen zu den vier Elementen Sonne, Wasser, Erde und Luft gesammelt und als Jahresarbeit in konkrete Angebote für Kindergärten und Arbeitsgemeinschaften verwandelt. Auch Schulen könnten sich dieser Arbeit bedienen, meint Sabine Zimmermann.

Ausprobiert wurden Anna Kerns Angebote seit Februar bereits in Blankenfelder und Rangsdorfer Kitas und mit Schulkindern in Großbeerener AGs. Für den Umwelttag hatte Anna Freundinnen zur Unterstützung mitgebracht, die gemeinsam mit Mitarbeitern des LPV Stände mit ihren besten Ideen aufgebaut hatten. Sie sollten den Besuchern die vier Elemente näher bringen. Mareike Conrad betreute eifrige kleine Gestalter, die mit Kleister und Erde Kunstwerke auf Papier zauberten: einen Smiley, den eigenen Hund, ein Häschen. Bei Annas Freundin Tanja konnte man mit viel Wasser und Farben Bilder gestalten, die anschließend für die Besucher ausgehängt wurden. An Brigittes Stand gab es Sonnenuhren und etwas über Spektralfarben zu lernen. Handluftmühlen bastelte man an Albrechts Stand. Ebenso wie ein Kerzenexperiment sollte es die Kraft des Windes verdeutlichen. §Es war schon richtig voll hier, die Kids saßen wie Hühner auf der Stange“, freute sich Albrecht, der selbst „Öki“ in Schwedt ist.

Mareike Conrads Mann bot Robinienblüten in Joghurt-Ahornsirup an, eine Leckerei, die auch die Erwachsenen gern probierten. Und richtig zur Sache ging es beim „Chaos-Spiel“, einem Team-Wettstreit mit Fragen zur Umwelt, den sich Anna ausgedacht hatte. In sieben gemischten Eltern-Kind-Gruppen rasten die Teilnehmer über das Gelände, suchten Fragen und Antworten, würfelten, bliesen Ballons auf und kamen ganz hübsch aus der Puste, bis das erste Team 60 Punkte erreicht hatte. Gewinner? Alle Teilnehmer fühlten sich als solche, denn es machte Spaß wie beim Mensch-ärgere-dich-nicht.

Während Väter und Söhne auf dem Sportplatz bolzten, ein Großelternpaar mit Enkeln und gut gefülltem Picknickkorb auf den Waldrand zustrebte, diskutierten Sabine Zimmermann und Akteure des Vereins in einem Baumschatten, ob man in den nächsten Wochen wieder einen so für die Umwelt engagierten Jugendlichen für das FÖJ gewinnen könnte, der seine Ideen wie Anna hier verwirklichen möchte.

Autor: Andrea von Fournier
Quelle: Zossener Rundschau vom 11.9.2013