MAZ vom 04.02.2011 - Der Sonne entgegen

Geschrieben von Natursportpark. Veröffentlicht in Natursportpark

Vereinsleben || Fortuna Blankenfelde geht neue Wege bei der Energieversorgung

Gelder aus den Fördertöpfen des Konjunkturpaketes II flossen auch an Vereine unserer Region. Der KSV Sperenberg investierte beispielsweise in ein Mehrzweckgebäude in Kummersdorf. Fortuna Blankenfelde will die ernergetische Sanierung jetzt abschließen.

Insgesamt zehn Sportvereine bekamen im vergangenen Jahr Zuwendungen aus dem Konjunkturpaket II (MAZ berichtete). Viele der Projekte sind bereits abgeschlossen, ein anderes geht in die letzte Bauphase.

Der Badminton-Club Fortuna Blankenfelde nutzte die Fördergelder aus dem Konjunkturpaket II des Landkreises für die energetische Sanierung seines Vereinsgebäudes. "Ohne die Fördermittel in Höhe von 20.000 Euro hätten wir uns das nicht leisten können", sagte Stefan Lißner, der Jugendwart des Vereins.

Im Wesentlichen ist die Sanierung des Gebäudes bereits abgeschlossen, nur der Dachkasten wartet noch auf eine Erneuerung. "Hier hat uns der Winter einen Strich durch die Rechnung gemacht", nennt Lißner den Hauptgrun für die Verzögerung. Er hofft auf einen baldigen Frühling, um die Arbeiten zügig zu Ende bringen zu können, denn einen Termin für die offizielle Einweihung gibt es auch schon. "Am 17. April findet unsere Generationenstaffel im Natursportpark statt. Das wollen wir mit einem Dankeschön an unsere Unterstützer verbinen und dann das Gebäude einweihen", sagt Lißner.

Der Jugendwart ist im Verein auch für das Projekt Natursportpark verantwortlich - das zweite Förderprojekt des Vereins. Die Gelder dafür kamen aber nicht aus dem Konjunkturpaket, sondern unter anderem aus dem Fördertopf der Gemeinde. Mit dem Natursportpark hat der Verein, gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg, eine Möglichkeit geschaffen, Sport praktisch mitten in der Ntur zu treiben. "In diesem Jahr soll eine Kletterwand hinzukommen", wirft Lißner einen Blick voraus.

Probleme bei der Antragsstellung für die Fördergelder hatter der Verein nicht. "Wir haben da schon ein bisschen Routine", schmunzelt Lißner, "wir haben jetzt fünf Jahre lang immer Fördergelder bekommen." Probleme hatten auch der KSV Sperenberg nicht. Schatzmeister Dirk Hohlfeld ist sogar der Meinung, dass die Antragsstellung recht einfach war: "Es gibt Anträge, die sind schwieriger auszufüllen." Eine Auffassung die Uwe Thiemes, der Vorsitzende des KSV teilt. "Ich bin eher der praktische Typ, mit der Hand und nicht der geborene Schreibtischtäter. Aber die Antragstellung war eigentlich kein Problem."

Der Verein hatte vor einiger Zeit beschlossen, die Heimspiele der beiden Männermannschaften auf dem Sportplatz Kummersdorf auszutragen, während der Nachwuchs auf dem Sperenberger Rasen kickt. Um den Spielern dort annehmbare Bedingungen anbieten zu können, musste das dortige Gebäude saniert und modernisiert werden. Der Bau entstand in den 70er Jahren und erhielt 1991/92 eine Teilsanierung. Jetzt wurde das Gebäude endlich in den angestrebten Endzustand versetzt. Der gesamte Sanitättrakt wurde erneuert, Dushen und Toiletten gefliest. Die Einweihung erfolgte am 8. August letzten Jahres. Da feierte der Verein sein 20-jähriges Bestehen mit einem freundschaftlichen Vergleich gegen eine Auswahl um Roy Präger.

Um Födermittel zu erhalten, mussten die Verein ein Drittel der Kosten als Eigenmittel aufbringen. Im konkreten Fall bedeutete das Muskelkraft. "Wir haben Arbeitseinsätze durchgeführt und alles, was selbst gemacht werden konnte, auch selbst gemacht", sagte Lißner. In Sperenberg lief das ähnlich ab. "Da, wo es dann um die Gewährleistung ging, mussten dann Fachleute ran", erklärt Thiemes.

Dazu musste ggenüber dem Fördermittelgeber genau dokumentiert werden, wer wann was geleistet hat. Aufwändig, aber notwendig, wie Sperenbergs Finanzchef Hohlfeld weiß: "Es ist doch klar, wenn ich Geld gebe, will ich auch genau wissen, was damit gemacht wird." Der KSV erhielt für die Sanierung 13 000 Euro.

Ob auch in diesem Jahr die Fördermittel sprudeln werden, ist noch offen. Der Landessportbund hat bereits die Förderrichtlinien für 2011 und 2012 veröffentlicht. Im kürzlich beschlossenen Landeshaushalt sind auch Mittel dafür eingestellt. anders sieht es im Kreis Teltow-Fläming aus. Auch hier gibt es bereits eine Förderrichtlinie, aber noch keinen beschlossenen Haushalt für den Landkreis. "Ich rechne damit, dass wir erst im Frühling Klarheit haben werden, ob und wenn ja, in welcher Höhe Mittel zur Verfügung stehen", sagt Carola Pawlak vom Kreissportbund.

Der Etat für 2010 wurde zum Beispiel erst am 31. Mai beschlossen.